Intelligente Kostensenkung - ohne Personalabbau!
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Maßnahmen, Leitlinien und Widerstände bei Kostensenkung |
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Die besondere Problematik der Vertriebskosten -vor allem der Kosten des Außendienstes |
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1 Maßnahmen, Leitlinien und Widerstände bei Kostensenkung
Unterstellen wir, dass die meisten Betriebe nach dem ökonomischen Prinzip (Rationalprinzip, Wirtschaftlichkeitsprinzip) ausgerichtet sind (wenngleich das manchmal schwerfällt zu glauben), so ließe sich hieraus die permanente Forderung nach Kostensenkungsprogrammen ableiten. D.h. die Forderung, entweder den größtmöglichen Nutzen bei gegebenem Aufwand (Maximalprinzip), oder geringstmöglichen Aufwand bei gegebenem Nutzen (Sparprinzip/Minimalprinzip) anzustreben. Sowohl das Maximalprinzip als auch das Minimalprinzip sind Inhalt des Begriffs „Kostensenken“ (man sollte keinesfalls den Fehler begehen, nur den Sparaspekt zu sehen). Die Einflussmöglichkeiten des Unternehmens sind ohnehin meist auf interne Faktoren beschränkt, denn selten ist ein Unternehmen stark genug, den Beschaffungsmarkt oder den Absatzmarkt selbst zu beeinflussen.
Kostensenkung wird unter Berücksichtigung von zwei Aspekten erreicht:
- Degression des Werteverzehrs bei konstanter Leistung = absolute Kostensenkung, d.h. die Gesamtkosten werden verringert.
- Konstanter Werteverzehr bei Erhöhung der Leistung oder Nutzen = relative Kostensenkung.
Es soll schließlich auch nicht der Fehler begangen werden, den viele Unternehmen begehen, die sich ausschließlich von „absoluten“ Kostensenkungszielen leiten lassen. Grundsätzlich sind auch immer Nutzenüberlegungen anzustellen, d.h. das einzelne Unternehmen muss sich vor allem von „relativen“ Kostensenkungszielen leiten lassen, wie die folgende Abbildung verdeutlicht:
Maßnahmen zur Kostensenkung:

Denn oft ist es wesentlich zielführender, mit bestehender Kostenstruktur einen höheren Nutzen zu erzielen (Zielsetzung: Optimierung der Kosten-Nutzenrelation = ertragswirtschaftliches Denken), als mit allen Mitteln zu versuchen, Kosten zu senken (Zielsetzung: absolute Kostensenkung = kostenwirtschaftliches Denken) und dabei vielleicht eine Reduzierung des bisher erzielten Nutzens zu verursachen.
Die Optimierung der Kosten-Nutzenrelation beinhaltet gewissermaßen die Forderung, den größtmöglichen Nutzen bei gegebenem Aufwand (Maximal-Prinzip) zu erreichen.
Dieses nutzenorientierte Denken, das hier zum Zuge kommt, kann durch folgende Maßnahmen realisiert werden:
- Erhöhungen der Leistungsstrukturen
- Veränderung der Kostenstrukturen
- Erhöhung des Nutzens
Grundsätzlich hat ein Unternehmen drei Möglichkeiten das Unternehmensergebnis positiv zu beeinflussen:
| 1. Über den Mitteleinsatz | Kosten |
| 2. Über die Mittelverwendung | Leistung/ Nutzen |
| 3. Über die Absatzleistung | Umsatzseite |
Erstaunlicherweise werden aber von diesen drei Möglichkeiten häufig die beiden ersten Alternativen vernachlässigt –wohl eine Folge des „Wachstumsfetischismus“. Schlagwörter, wie „Wachsen oder Weichen“, „jedes Jahr x-Prozent Umsatzzuwachs braucht ein Unternehmen, um überleben zu können“, haben sicherlich dazu beigetragen, den Umsatzaspekt, d. h. die Vertriebsseite überzubetonen. Die Überbetonung der Umsatzseite, das Denken in Umsatzzuwächsen, ist jedoch in vielen Branchen wegen der sich verschlechternden konjunkturellen Randbedingungen nicht möglich und man entsinnt sich nun der zwei andern Einflussmöglichkeiten, den Erfolg der Unternehmung zu steuern: der Überprüfung des Mitteleinsatzes und der Mittelverwendung. Bei der Planung und Durchführung von Kostensenkungsprogrammen müssen diese beiden Einflussfaktoren gleichermaßen berücksichtigt werden.
Ergebnisverbesserungen in Relation bei angenommener 1 % Steigerung, bzw. 1 % Senkung:

- Größte Hebelwirkung Preis!
- Kostensenkung in der Regel nur durch Prozessverbesserungen möglich!
- Umsatzsteigerung sehr schwer machbar!
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